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Glossar zur Permeation

A

Arrhenius (Svante) (1859-1927)
Gebürtiger Schwede, der 1903 den Nobelpreis für Chemie gewann. Er ist vor allem für seine grundlegenden Untersuchungen der elektrolytischen Dissoziation von Verbindungen in Wasser und anderen Lösemitteln sowie für seine Grundgleichung bekannt, die besagt, dass eine Erhöhung der Temperatur zu einer Erhöhung der Geschwindigkeit einer chemischen Reaktion führt: Hierbei bezeichnet k die spezifische Reaktionsgeschwindigkeit, T die absolute Temperatur, n eine Konstante, die üblicherweise als Aktivierungsenergie der Reaktion bezeichnet wird, und R die universelle Gaskonstante. Arrheniusgraph A, Datendarstellung auf einem Diagramm, wobei die X-Achse den Kehrwert der Temperatur in Kelvin zeigt und die Y-Achse mit einem Log10-Format gekennzeichnet ist. Sein Name leitet sich von der Gleichung zum Verhältnis der chemischen Reaktion zur Temperatur ab, die von Svante Arrhenius aufgestellt wurde. Grob gesagt soll jede Datendarstellung einen logarithmischen Zusammenhang zwischen der Testtemperatur und den aus diesem Test resultierenden Daten zeigen.

Arrhenius-Theorem
Das Arrhenius-Theorem besagt, dass sich die Permeationsrate, Transmissionsrate, Diffusivität oder Löslichkeit mit der Folientemperatur entsprechend der folgenden Gleichung(en) verändern: P=P0 exp (-Ep/RT) TR=TR0 exp (-ETR/RT) D=D0 exp (-ED/RT) S=S0 exp (-ES/RT) wobei P, TR, D und S die gemessenen Eigenschaften sind, P0, TR0, D0 und S0 die jeweiligen Konstanten, E die Aktivierungsenergie, R die Gaskonstante und T die absolute Temperatur. Die Arrhenius-Gleichung wurde empirisch überprüft, um das Temperaturverhalten der Stoffübergangseigenschaften mit experimenteller Genauigkeit über relativ große Temperaturbereiche hinweg zu bestimmen.

ASTM International
ASTM International ist eine der größten freiwilligen Normenorganisationen weltweit. Es handelt sich um eine gemeinnützige Organisation, die ein Forum für die Entwicklung und Veröffentlichung von internationalen Konsensnormen für Materialien, Produkte, Systeme und Dienstleistungen bietet. ASTM-Normen werden von Einzelpersonen, Unternehmen und anderen Institutionen weltweit verwendet.

ASTM-Norm
Eine Norm ist ein Dokument, das im Rahmen des Konsensprinzips der ASTM entwickelt und festgelegt wurde, und das die Anforderungen unserer Verfahren und Bestimmungen erfüllt. Normen mit vollständiger Übereinstimmung werden unter Einbezug von Beteiligten mit einem Interesse an deren Entwicklung und Einsatz entwickelt.

ATM
Abkürzung für physikalische Atmosphäre.

Auflösung
Geringste wahrnehmbare Differenz bei der Veränderung des Ausgangssignals eines Instruments.


B

Bar
Eine Druckeinheit. Ein bar entspricht 100.000 Pa (Pascal), 750,062 mmHg, 29,53 InHg, 14,504 psi und 0,987 ATM (physikalische Atmosphären). Siehe SI-Einheiten.

Barriere (Barrierefolie)
Objekt oder Vorrichtung, wie etwa eine Polymerfolie, welches zur Einschränkung der freien Bewegung und Vermischung von Mengen oder Bereichen mit höherer oder niedrigerer Konzentration vorgesehen ist.

Blisterverpackung
Verpackung mit mehreren kleinen Kammern für einzelne Produkte. Wird häufig, jedoch nicht ausschließlich, für Arzneimittelkapseln und -tabletten eingesetzt.

Bypass
Es wird kein Gas von den AQUATRAN-Testzellen zum Sensor geleitet. Der Sensor befindet sich in einem geschützten Zustand.


C

Coulometrischer Sensor
Brennstoffzelle, welche dem Faradayschen Gesetz entsprechend funktioniert. Wird der coulometrische Sensor Wasserdampf ausgesetzt, so generiert der Sensor einen elektrischen Strom proportional zur Menge von Wasserdampf, welche in den Sensor eintritt.

Coulox® coulometrischer Sensor
Patentierter Sensor von MOCON. Jedes Molekül, das in die Zelle eintritt, wird zum Sensor geleitet. Es handelt sich um einen absoluten Sensor, der keine Kalibrierung erfordert.

CO2TR
Kohlendioxiddurchlässigkeit. Wird üblicherweise in cm3/m2-Tag gemessen. Hier können Sie mehr über CO2TR-Analysatoren erfahren.


D

Deaktivieren
Entfernen eines Moduls aus der Testrotation. Module werden durch Klick auf Steuerung-Pause deaktiviert.

Desorbieren
Verlassen oder Freigabe aus einer Barriere.

Diffusion
Der Vorgang, bei dem Materie aufgrund zufälliger Molekularbewegungen von einem Teil einer Folie zu einem anderen transportiert wird. Innerhalb einer Folie verhält sich jedes Molekül unabhängig von den jeweils anderen. Kommt es zu einer Kollision, bewegen sich Moleküle zu Bereichen mit niedrigerer Konzentration und manchmal zu Bereichen mit höherer Konzentration. Da die Anzahl von Molekülen auf der Testgasseite einer Folie höher ist als die Anzahl von Molekülen auf der Trägergasseite, erfolgt die Bewegung der Moleküle allgemein in Richtung des Trägergases. Die Diffusion wird üblicherweise mithilfe der Einheit cm2/s ausgedrückt. Die Diffusion variiert je nach Temperatur und manchmal der Konzentration des Permeats (siehe Erstes Ficksches Gesetz).

Diffusionskoeffizient
Ein für eine bestimmte Barriere und ein bestimmtes Permeat spezifischer Koeffizient, der das Verhältnis zwischen dem Massenfluss des Permeats und der Massenkonzentration des Permeats über die Barriere hinweg beschreibt. Der Diffusionskoeffizient (D) wird durch das Ficksche Gesetz beschrieben und wird üblicherweise in cm2/s ausgedrückt. Andere Einheiten sind zum Beispiel m2/Tag oder cm2/Tag.

Durchflussrate
Die volumetrische Rate, mit der sich Gas durch das Modul bewegt.

Druck
Siehe Gasdruck.

Durchlicht
Durchtritt eines Gases oder Dampfs durch eine Barriere, üblicherweise durch Absorption des Gases in die Barriere, die Diffusion des Gases durch die Barriere und die Desorption des Gases auf der gegenüberliegenden Seite der Barriere.

Dampfdruck
Die Druckeigenschaften (üblicherweise in mmHg ausgedrückt) einer Flüssigkeit oder eines Feststoffs bei einer bestimmten Temperatur im Gleichgewicht mit dessen Dampf.


E

Erstes Ficksches Gesetz
Die von Fick im Jahr 1855 angewandte mathematische Gleichung, welche Diffusion mit Wärmeleitung in Bezug setzt. Die mathematische Theorie der Diffusion eines Stoffes basiert daher auf der Hypothese, dass die Übertragungsrate eines durch eine Einheitsfläche eines Bereichs diffundierenden Stoffes proportional zum senkrecht für den Bereich gemessenen Konzentrationsgradienten ist, d. h. F=-D ∂C/∂x, wobei F die Übertragungsrate pro Einheitsfläche des Bereichs ist, C die Konzentration des diffundierenden Stoffes, x die senkrecht zum Bereich gemessene Raumkoordinate und D der Diffusionskoeffizient.

Empfindlichkeit
Grad, bis zu dem ein Instrument auf eine definierte eingehende Menge des festgestellten Phänomens reagiert. Ein besonders empfindliches Instrument erkennt äußerst geringe Veränderungen im Messbereich.

Einzelzellenprüfung
In einer Zelle eines Moduls durchgeführte Prüfungen.


F

Ficksches Verhalten
Ficksches Verhalten wird beobachtet, wenn ein bestimmtes Permeat entsprechend der mathematischen Gleichung, die dem ersten und zweiten Fickschen Gesetz unterliegt, durch eine bestimmte Polymerfolie diffundiert. Bei isostatischen Durchlässigkeitsprüfungen kann der Gleichgewichtswert der Permeationsrate, Transmissionsrate, Löslichkeit und Diffusionsrate eines Polymer-Permeat-Paares, welches Verhalten entsprechend der Fickschen Kurve aufweist, entsprechend der Pasternakschen Lösung des Fickschen Gesetzes vorhergesagt werden (siehe Kurve der Transmissionsrate). HINWEIS: Viele organische Permeate reagieren mit Polymermaterialien, was zu nicht-Fickschem Verhalten führt und die Vorhersage der Gleichgewichtswerte verhindert.

Fluss
Die Durchfluss- oder Übertragungsrate eines Permeats. Dieser Begriff wird üblicherweise zur Darstellung der Menge von Permeat verwendet, welche die Einheitsfläche einer bestimmten Oberfläche pro Zeiteinheit überquert.

Folienmaske
Reduziert den exponierten Bereich einer Folienprobe (wie mit einer niedrigen Barriere) oder hält eine empfindliche Probe in der Messzelle.


G

Genauigkeit
Grad der Übereinstimmung zwischen einer Messung und einem akzeptierten Referenzniveau oder -wert.

Gasflussrate
Siehe Durchflussrate.

Gasdruck
Pfund pro Quadratzoll (psi) der Test- und Trägergase. Wird zur Regulierung der relativen Luftfeuchtigkeit mittels der am Modul angebrachten Druckregelknöpfe verwendet.

Glasübergangstemperatur
Die Temperatur, bei der ein amorphes Material (wie etwa Glas oder Polymer) von einem spröden, glasähnlichen Zustand in einen plastischen Zustand übergeht. Für viele Polymere, wie etwa Acryl und dessen Derivate, besteht ein solcher Übergangspunkt, der von der Anzahl von Kohlenstoffatomen in der Estergruppe abhängt. Die Tg von Glas hängt von dessen Zusammensetzung und dem Ausmaß der Glühbehandlung ab. Beispiel: Die Tg von PET liegt bei 70 C.

Gravimetrisches Verfahren
Auch als Tiegeltest bekannt – Messung von Gewichtsverlust oder -zunahme.

Gleichgewicht
Der Punkt, an dem die Menge von Wasserdampf, die durch ein Testmaterial dringt, sich mit einer gleichmäßigen Rate stabilisiert. Der Computer meldet den Gleichgewichtswert als finale Transmissionsrate des Materials.

Gleichung P = SD
Permeation durch eine Polymerfolie oder -bahn ist ein Maß für die Übergangsrate des Permeats im Ruhezustand, welche üblicherweise durch die Durchlässigkeitskonstante P ausgedrückt wird. Die Durchlässigkeitskonstante ist das Produkt von zwei grundlegenden Parametern für den Stoffübergang: dem Diffusions- und den Löslichkeitskoeffizienten. Der Diffusionskoeffizient D gibt an, wie schnell eindringende Moleküle die Barriere in Richtung der niedrigeren Konzentration oder des niedrigeren Partialdrucks durchdringen. Der Löslichkeitskoeffizient S beschreibt die Menge von durchdringenden Molekülen, die bei Gleichgewichtsbedingungen in der Folie zurückgehalten oder gelöster werden. Diese Gleichung gilt für Situationen, in denen D unabhängig von der Permeatkonzentration ist und S dem Henry-Gesetz zur Löslichkeit folgt.


H

Hochvakuumfett
Hochraffineriertes Fett, das zur Versiegelung eines Testmaterials in der Messzelle sowie zur Schmierung von Teilen des Moduls verwendet wird.

Homogenes Material
Barrierematerial, das über die gesamte Dicke der Barriere hinweg über die gleichen Grundeigenschaften verfügt.

Hygrophobes Material
Material, das die Absorption von Wasser meidet.

Hygroskopisches Material
Material, das Wasser absorbiert.


I

Individual Zero
Methode, mit der bei hohen Barrieren genauere Ergebnisse erzielt werden. Der Computer schickt Stickstoff durch beide Ventile der Messzelle und leitet ihn anschließend zum Sensor, um die Menge des in ihm enthaltenen Wasserdampfs zu bestimmen. Da das Trägergas diesen Wasserdampf aufgrund von Lecks an den Kanten oder anderen Faktoren aufgenommen hat, zieht der Computer diesen Betrag von der bei der Prüfung erhaltenen Transmissionsrate ab. So wird eine äußerst präzise tatsächliche Transmissionsrate bestimmt.

Isostatisches PrüfverfahrenMesszelle
Ein Prüfverfahren, bei dem eine Testfolie in eine Permeationszelle geklemmt wird. Der Test teilt die Zelle in zwei Kammern. Ein Testgas strömt kontinuierlich durch die Zellkammer mit hoher Konzentration und ein inertes Trägergas durch die Zellkammer mit niedriger Konzentration. Der Partialdruckgradient des Permeats stellt die Triebkraft für die Permeation des Permeats in die Zellkammer mit niedriger Konzentration dar, wo dieses zur Quantifizierung zu einem Detektor transportiert werden kann. Der Ruhezustand ist erreicht, wenn die kontinuierlich überwachte Transmissionsrate unter gleichbleibenden Temperaturbedingungen und Permeatdampfdruck konstant bleibt.


J

N/A


K

Kalibrierung
Verfahren zur Abstimmung des quantitativen Messinstruments entsprechend der akzeptierten Referenz. Siehe Genauigkeit.

Konform zu CFR 21 Teil 11:
Der Code of Federal Regulations befasst sich mit den Richtlinien der United States Food and Drug Administration (FDA) für elektronische Berichte und elektronische Unterschriften (ERES). (ERES).

Konditionierung
Zeitraum, der für die Akklimatisierung einer Folie oder Verpackung an die Bedingungen innerhalb der Messzelle oder Klimakammer eingeräumt wird.

Konditionierungszeit
Vom Bediener festgelegte Anzahl von Stunden, in denen eine Probe konditioniert wird.

Konvergenzzeit
Vom Bediener festgelegte Anzahl von Stunden, über die die Messwerte der Transmissionsrate verglichen werden sollen. Die Messwerte der Transmissionsrate werden verglichen, um zu bestimmen, ob ein Gleichgewicht erreicht wurde.

Konvergenzprüfung
Verfahren, durch welches der Computer bestimmt, wann ein Testmaterial ein Gleichgewicht erreicht hat. Die Transmissionsrate von Testmaterialien wird für festgelegte Zeiträume untersucht und verglichen.


L

Luftdruck
Druck der Atmosphäre. Wird üblicherweise als die Höhe (in Millimetern mmHg) einer Quecksilbersäule ausgedrückt.

Leckage-Rate
Menge von Wasserdampf, welche durch Lecksagen an den Kanten oder andere Faktoren in das Trägergas eintritt. Dieser Wert wird während der individuellen Nullpunkteinstellung bestimmt und spät von der scheinbaren Transmissionsrate abgezogen, um die tatsächliche Transmissionsrate zu bestimmen.

Löslichkeit
Die Gleichgewichtsmenge an Permeant, die pro Materialvolumeneinheit in ein Material absorbiert wird. Die Löslichkeit wird unter Annahme eines konstanten Dampfdrucks und einer konstanten Temperatur gemessen. Einheiten sind normalerweise (g oder cm3) Permeat pro Volumeneinheit (cm3) des Materials bei einem festgelegten Dampfdruck, d.h. (g/ cm3). Einheiten für die Löslichkeit können auch für den Dampfdruck normalisiert werden, d. h. (g/ cm3-mmHg). Die Löslichkeit variiert mit der Temperatur und dem Zustand des Permeats.

Löslichkeitskoeffizient
Menge eines Gases oder Dampfes, die sich in einer bestimmten Menge einer Barriere auflöst.


M

Mikrometer
Einheit der Dickenmessung. Ein Mikrometer entspricht 3,93 x10-5 Zoll (1x10-6 Meter).

mil
Einheit der Dickenmessung. Ein mil entspricht 1 x 10-3 Zoll.

mmHg
Millimeter Quecksilbersäule. Eine Einheit des Atmosphärendrucks. Der Standard-Atmosphärendruck auf Meeresspiegel beträgt 760 mmHg. 1 mmHg = 0,0193371 psi.

Modul
Das Modul enthält die Umgebung, in der Folien und Verpackungen geprüft werden.

Mol
Abkürzung für Mol, die Basiseinheit des Internationalen Einheitensystems (Système international d' unités, abgekürzt „SI“) für die Stoffmenge. Ein Mol entspricht numerisch dem Molekulargewicht; 1 mol = 6,023 x 1023 Atome. Siehe Mol.

Mindesthaltbarkeit
Zeitraum, für den ein Produkt gelagert werden kann und zur Verwendung geeignet bleibt. Die bei der Prüfung der Wasserdampfdurchlässigkeit erhaltenen Informationen können helfen, die Mindesthaltbarkeit eines Produkts bei Verwendung einer bestimmten Barrierefolie oder Verpackung zu bestimmen.


N

Nulllinie
Siehe Nullpunkt.

N2
Chemische Abkürzung für das tickstoffmolekül. Zwei Stickstoffatome bilden ein Stickstoffmolekül. Siehe Stickstoff.

Nullpunkteinstellung
Prozess, der einen neuen „Nullpunkt“ (Grundlinie) für das Permeationsmodul bestimmt. Die Nullpunkteinstellung stellt dem Computer einen Referenzpunkt für die Erstellung von Transmissionsdaten zur Verfügung.


O

OTR
Sauerstoffdurchlässigkeit. Wird üblicherweise in cm3/m2-Tag gemessen. Hier können Sie mehr über OTR-Analysatoren erfahren.


P

Pascal
Die SI-Einheit für Druck. Ein Pascal entspricht 0,9869233 x 10-5 Atmosphären. Siehe SI-Einheiten.

Penetrat
Gas, Dampf oder andere physische Objekte, die eine Barriere durchdringen; auch als Permeat bezeichnet.

Perm
Eine Maßeinheit der Permeanz. Ein metrisches Perm entspricht 1 gr/m/Tag•mmHg; ein Perm im Fuß-Pfund-System entspricht 1 grain/in/Tag•in Hg.

Permeabilitätskoeffizient
Produkt der Permeanz und der Dicke einer Barriere. Die Wasserdampfdurchlässigkeit wird zum Beispiel in SI-Einheiten als mol/m2/s•Pa•mm und in metrischen Einheiten als gm/(m2-Tag)•mmHg•cm gemessen. Die Durchlässigkeit ist eine Eigenschaft eines homogenen Materials.

Permeanz
Verhältnis der Transmissionsrate der Barriere zur partiellen Dampfdruckdifferenz über die Barriere. Die Wasserdampf-Permeanz wird in SI-Einheiten als mol/m2•s•Pa, und in metrischen Einheiten als gm/m2•mmHg (auch als metrisches Perm bezeichnet) gemessen.

Permeat
Siehe Penetrat.

Permeieren
Durch Poren oder Zwischenräume dringen; ein- und durchdringen, ohne Risse oder Verdrängung zu erzeugen; speziell für Flüssigkeiten oder Gase verwendet, welche durch poröse Stoffe oder Materialien dringen.

Permeation
Permeation bezeichnet das Eindringen eines Permeats (wie etwa Flüssigkeit, Gas oder Dampf) in einen Feststoff. Sie hängt unmittelbar mit dem Konzentrationsgradienten des Permeats zusammen, der spezifischen Durchlässigkeit eines Materials und der Diffusivität der Masse des Materials. Die Permeation wird durch Gleichungen wie die Fickschen Diffusionsgesetze dargestellt

Permeationsrate
Die auf die Dicke normierte Transmissionsrate. Die Permeationsrate wird üblicherweise als ein (gm oder cc) von (Gas oder Dampf) bei 1 (cm oder mil) pro Einheitsfläche Material (m2 oder 100in2) in einer diskreten Zeiteinheit (Tag oder Sek.) ausgedrückt und auf eine Atmosphäre normiert (760 mmHg oder atm). Ist das Material homogen, kann die Permeationsrate in die Transmissionsrate für jede beliebige Dicke umgewandelt werden. Die Transmissionsrate ist umgekehrt proportional zur Dicke (TR = P/x).

Präzision
Grad der Übereinstimmung einzelner Messungen. Relativ zum Prüfverfahren gibt die Präzision den Grad der Übereinstimmung einzelner Messungen unter festgelegten, gleichartigen Bedingungen an.

psi
Abkürzung für Pfund pro Quadratzoll (Druck).

psig
Abkürzung für Pfund pro Quadratzoll (relativer Druck).


Q

N/A


R

RH
Siehe relative Luftfeuchtigkeit.

Relative Luftfeuchtigkeit (RH)
Verhältnis der Menge von Wasserdampf in der Luft zur maximalen Kapazität der Luft bei einer bestimmten Temperatur und einem bestimmten Druck. Die Transmissionsrate vieler Barrierekunststoffe hängt von der relativen Luftfeuchtigkeit ab, bei der die Transmissionsrate getestet wird.

Reproduzierbarkeit
Präzisionsgrad eines eingesetzten Systems oder Prüfverfahrens. Eine System mit hoher Wiederholbarkeit liefert äußerst konsistente Ergebnisse. Das heißt, wenn ein und derselbe Test zweimal mit einem Testmaterial durchgeführt wird, sollten die Ergebnisse nahezu identisch sein.

ReZero
Methode zur Minimierung der Auswirkungen von Umgebungs- oder sonstigen Faktoren, die nicht in den Prüfdaten enthalten sein sollten. Der vom Bediener eingegebene Wert für ReZero teilt dem Computer mit, wann ein ReZero ausgeführt werden soll, um die Grundlinie der Testparameter „zurückzusetzen“.


S

Sccm
Abkürzung für Standard-Kubikzentimeter pro Minute.

Sperrkunststoffe
Kunststoffe, die den Durchtritt von Sauerstoff, Wasserdampf und anderen Dämpfen oder Gasen verhindern.

Stickstoff
Hauptbestandteil des Trägergases von Permeationsmessinstrumenten. Er transportiert das Permeatgas, das durch eine Folie oder Verpackung dringt, zur Quantifizierung zum Sensor des Instruments.

Stickstoffspülen
Vorgang, bei dem Stickstoff (Trägergas) zur Entfernung von Restwasserdampf aus einer Zelle, Verpackung oder einem Sensor eingesetzt wird.


T

Messzelle
Umgebung innerhalb eines Moduls, in der die Folienprüfung stattfindet. Testzellen können für die Prüfung einer Verpackung oder zur Aufnahme in einer Klimakammer modifiziert werden.

Testgas
Gas, das sich durch eine Testfolie bewegt. Das AQUATRAN zum Beispiel verwendet Wasserdampf als Testgas.

Testgradient
Die partielle Dampfdruckdifferenz auf beiden Seiten der Testfolie.

Transmissionsrate
Menge von Gas oder Dampf, die eine Barriereeinheit in einer Zeiteinheit mittels Diffusion durchquert.

Trägergas
Nimmt Wasserdampf auf, der durch eine Prüfbarriere dringt und trägt (transportiert) diesen zum AQUATRACE-Wasserdampfsensor. Der AQUATRAN setzt Stickstoff als Trägergas ein.

Triebkraft:
Stoffe tendieren von Natur aus dazu, sich von höheren chemischen Potentialen zu niedrigeren zu bewegen. Dies regt ein Molekül dazu an, in ein Polymer zu diffundieren.


U

Umgebungstemperatur
Die umgebende Temperatur; alle Seiten umfassende Temperatur.


V

N/A


W

WVTR
Wasserdampfdurchlässigkeit. Wird üblicherweise in g/m2-Tag gemessen. Hier können Sie mehr über WVTR-Analysatoren erfahren.

Wasser in HPLC-Qualität
Hochreines, destilliertes Wasser (manchmal auch dreifach destilliertes Wasser genannt). Wasser in HPLC-Qualität vermeidet die Bildung von Kesselstein, der die Rohrleitungen blockieren kann. Es wird im Verdunster eingesetzt, wo seine hohe Reinheit für präzise RH-Ergebnisse benötigt wird. Es stellt die einzige empfohlene Wasserquelle für die Reservoirs in Permeationsprüfinstrumenten von MOCON dar. HPLC ist ein Akronym für High-Pressure Liquid Chromatography (Hochdruckflüssigkeitschromatographie).


X

N/A


Y

N/A


Z

Zelle
Siehe Messzelle.

Zweites Ficksches Gesetz
Das zweites Ficksche Gesetz ist die grundlegende Differentialgleichung der Diffusion in ein Medium. Sie lautet: ∂C/∂t=D∂2C/∂x2 wobei C die Konzentration des diffundierenden Stoffs ist, x die senkrecht zum Bereich gemessene Raumkoordinate und D der Diffusionskoeffizient. Hierbei wird angenommen, dass nur ein Diffusionskoeffizient in der x-Richtung besteht.